Dichtstoffe sind nicht gleich Dichtstoffe. Auf den Einsatz kommt es an!
Silikon, Acryl und andere Spezialdichtstoffe finden bei der Abdichtung von Fugen Anwendung. Man sollte aber dringend für verschiedene Zwecke den richtigen Dichtstoff bzw. das passende Dichtmittel aussuchen. Ganz gleich, ob es sich bei den Fugendichtstoffen um Silikon, Acryl oder anderes Füllmaterial handelt, gehören diese Dichtmittel in den Bereich der synthetisch hergestellten Einkomponenten-Dichtungsmassen. Der meistgebrachte Dichtstoff ist sicherlich Silikon, das auch in vielen Haushalten zum Einsatz kommt, wenn es um die Abdichtung von Rissen und Fugen geht. Wichtige Anforderungen an solche Dichtungsmassen sind eine hohe Witterungsbeständigkeit, eine hohe Temperaturbeständigkeit und natürlich ein lange Lebensdauer.

Sanitärsilikon, Bausilikon, Natursteinsilikon oder Hochtemperatur-Silikon?

Das am weitesten verbreitete Sanitärsilikon ist das, was man üblicherweise in den praktischen Tuben bzw. Kartuschen findet, die man in eine Silikonpistole einsetzen kann. Die Tubenöffnung, an der sich in der Regel ein Gewinde befindet, wird aufgeschnitten und die mitgelieferte Spitze wird oben – je nach Einsatzbereich – meistens sehr gering abgeschnitten. Dadurch wird die Austrittsmenge des Dichtstoffs gut dosiert und kann der Verwendung entsprechend frei gewählt werden. Das Sanitärsilikon wird üblicherweise für alle Anwendungen in Nassräumen eingesetzt. Randabdichtungen für Waschbecken, Duschen und Badewannen, Verfugungen in Duschen, zur Abdichtung der Schmutzleiste an Arbeitsplatten in der Küche oder auch zur Verglasung in Nassräumen. Das Sanitärsilikon darf nicht für Metall, Beton und mineralische Untergründe, wie Naturstein, verwendet werden. Für diese Einsatzzwecke wird üblicherweise Bausilikon verwendet, das auch unter der Bezeichnung Natursteinsilikon bekannt ist. Diese Abdichtmasse findet man im Baugewerbe, in Glasereien und im Holzbau. Wer im Bad beispielsweise einen Natursteinboden, z.B. aus Terrakotta, Granit oder Marmor hat, sollte das Natursteinsilikon natürlich auch im Innenbereich für die Fugenabdichtung einsetzen. Das spezielle Hochtemperatursilikon wird für Bereiche verwendet, in denen der Dichtstoff hohen Temperaturen ausgesetzt wird, wie man das beispielsweise bei Heizelementen vorfindet. Schauen Sie sich auf jeden Fall die zu bearbeitenden Flächen und Werkstoffe genau an und wählen Sie ausschließlich das zum Untergrund passende Silikon.