Mit der Nietzange Blindnieten sicher verarbeiten!

blindnieten-570x572Wer mit einer Nietzange Blindnieten verarbeiten möchte, muss nicht unbedingt ein professioneller Handwerker oder begabter Heimwerker sein. Die Handhabung ist kinderleicht, wenn man einige grundsätzlichen Dinge über eine Blindnietzange kennt und die passenden Nieten für eine bestimmte Arbeit bzw. ein bestimmtes Material ausgewählt hat. Die Nietzange wird immer dann verwendet, wenn dünne Materialien, oft Bleche oder beispielsweise auch Leder, miteinander verbunden werden sollen. Die zusammengefasste Materialstärke der beiden miteinander zu verbindenden Werkstoffe kann zwischen einem und neun Millimeter liegen.

Wie werden mit der Nietzange Blindnieten eingebracht?

Das Nieten von dünnwandigen Blechen und anderen Materialien, wie beispielsweise Leder oder Hohlprofilkonstruktionen, wird sehr oft als Befestigungstechnik eingesetzt, wenn die Bearbeitung nur von einer Seite möglich ist und die Verbindung dauerhaft halten soll. Blindnieten bestehen aus einer Niethülse und einem Dorn. Wenn spritzwasserdichte Verbindungen gewünscht sind, eignen sich ganz besonders geschlossene Blindnieten, die auch Becherblindnieten genannt werden. Der Einsatz von Blindnieten mit einer Nietzange ist bei zwei dünnen Materialien aus einem identischen Werkstoff möglich, wie auch zur dauerhaften Verbindung von weichen und harten Teilen. Bei dem weichen Teil sollte dann eine Unterlegscheibe am Hülsenkopf verwendete werden, die gegen das weiche Material drückt und die Verbindung damit festigt und abschließt. Ohne eine Vergrößerung des Nietkopfes auf diese Weise könnte sich das weiche Material durch den Druck aus der Verbindung ziehen. Die Alternative ist der Einsatz von Nieten mit einem großen Flachrundkopf, wobei der Hülsenkopf für die Seite mit dem harten Material eingesetzt wird. Damit eine größtmögliche Verbindungsfestigkeit erreicht wird, sollte ein Niet nicht direkt an den Rand eines Werkstücks gesetzt werden, sondern als Abstand von der Mittelachse der Blindnieten zur Werkstückkante sollte man mehr als den zweifachen Hülsendurchmesser wählen.

Montagehinweise von Blindnieten mit der Nietzange!

Zunächst muss das passende Loch für die Nieten in die zu verbindenden Materialien gebohrt werden. Bei weichem Material wird das Loch, wie beispielsweise bei Leder, auch gestanzt. Der Blindniet, d.h. der Nietdorn, wird dann in das Mundstück das Werkzeug, z.B. der Nietzange geführt und mit der Niethülse in das Bohrloch gesteckt. Bei der Betätigung der Nietzange greifen die Spannbacken den Dorn und ziehen ihn zurück. Dadurch formt der Nietkopf die Hülse um und presst alles fest zusammen. In der Materialbohrung wird die Hülse an den Lochrand gedrückt und gleichzeitig von der Rückseite zum Schließkopf geformt. Der Nietdorn reißt dann bei einer richtigen Anwendung an der Sollbruchstelle ab und der in der Niethülse bleibende Rest wird vom der Hülse fest verschlossen. Die feste, dauerhafte Nietverbindung ist damit fertig. In Kurzform und weniger fachmännischer Wortwahl heißt das, dass die zu verbindenden Werkstücke zunächst eine exakt auf den Nietdurchmesser Bohrung oder Stanzung erhalten. Die Blindnieten müssen im Durchmesser genau passen und auch die Schaftlänge muss auf die zu vernietende Materialstärke passen. Wenn nur Nieten mit einem längeren Schaft zur Verfügung stehen, ist das auch kein großes Problem. Einfach den Schaft mit einer Kneifzange oder Bolzenschneider auf die passende Länge abkneifen. Als Anhaltspunkt für die richtige Schaftlänge sagt man, dass die Gesamtstärke der der zu vernietenden Materialien zuzüglich des 1,15-fachen Schaftdurchmessers die passende Länge für das Anstauchen eines runden Schließkopfes ergibt.

0 Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.