Verglasungsklötze – buntes Spielzeug für den Fensterbau!


Verglasungsklötze

Irgendwie erinnern Verglasungsklötze an Spielzeug. Die bunten Plastikteile können sicher viele Kinder erfreuen, denn sie werden wahrscheinlich als Spielzeug hohe Akzeptanz finden. Sie können als Zelt aufgebaut werden, in der Badewanne ihren Einsatz finden und bestimmt gibt es auch im Sandkasten viele Möglichkeiten mit Verglasungsklötzen zu spielen. Wir wollen euch aber hier selbstverständlich nicht über Spielzeug informieren, sondern wertvolle Hinweise und Tipps für den Heimwerker und Handwerker geben. Vielleicht ist die Idee mit dem Spielzeug aber doch nicht so ganz sinnfrei, denn wenn ihr euch an den Fenstereinbau macht, braucht ihr sicher Konzentration und etwas Ruhe. Wie wäre es denn, wenn ihr von den Verglasungsklötzen für die Fensterglasmontage gleich ein paar mehr bestellt und damit die Kinder gut beschäftigen könnt. Nur eine Idee…

Was sind denn überhaupt Verglasungsklötze?

Verglasungsklötze – auch als Glasklötze bekannt – wurden früher nur aus Holz verwendet. Das Hartholz wurde aber inzwischen in weiten Teilen durch Kunststoffklötze abgelöst. Die Fensterklötze aus Kunststoff haben gegenüber dem Holz viele Vorteile, die sich in erster Linie durch die hohe Widerstandsfähigkeit, die Formstabilität und die Lebensdauer zeigen. Dazu kommt natürlich noch, dass Kunststoff-Glasklötze kostengünstiger sind als Fensterklötze aus Hartholz.

Wozu braucht man Verglasungsklötze?

Ganz einfach gesagt, verhindern Verglasungsklötze beim Einbau des Fensterglases in den Rahmen, dass eine Spannung auftritt. Diese Spannung würde dann auftreten, wenn die Glasscheibe einen direkten Kontakt zum Fensterrahmen hat. Jede Art von Fensterrahmen arbeitet, unabhängig davon, ob er aus Holz, Kunststoff oder Aluminium besteht. Bei Hitze dehnen sich die Materialien bekanntlich aus und bei Kälte ziehen sie sich zusammen. Wenn das Fensterglas mit dem Rahmen einen direkten Kontakt bekäme, wäre die Gefahr sehr groß, dass Risse im Glas auftreten. Aber nicht nur der Fensterrahmen verändert geringfügig seine Maße, sondern Spannungen kennt man auch und insbesondere bei Neubauten, weil sich der Neubau noch lange nach der Bauzeit setzen kann und damit Spannungen in die Wände, Decken und Fenster bringen. Man kennt dieses Phänomen ja von einem Neubau, wenn nach mehreren Monaten irgendwo Risse in den Wänden auftreten.

Wie werden Verglasungsklötze eingesetzt?

Wie oben beschrieben, darf die Glasscheibe zum Fensterrahmen keinen Direktkontakt haben. Hier kommen die Verglasungsklötze ins Spiel. Das Material der Fensterrahmen arbeitet durch Temperaturschwankungen oder dadurch, dass sich das ganze Gebäude setzt. Die kleinen Verglasungsklötze, die es in verschiedenen Materialstärken gibt, verhindern den direkten Kontakt zwischen Scheibe und Rahmen. Sie schaffen einen kleinen Hohlraum, der die Spannungen zwischen Glasscheibe und Fensterrahmen ausgleicht. Gleichzeitig sind diese Glasklötze dazu da, die Fensterscheibe zu fixieren, damit das ganze Fenster dadurch eine Stabilität bekommt. Der Fensterrahmen würde ohne eine fest eingebaute Scheibe seine Formstabilität nicht behalten und die Schließfunktionen und die Dichtigkeit des Fensters wären schnell in Mitleidenschaft gezogen. In der Herstellung der Verglasungsklötze, die üblicherweise im Spritzgussverfahren produziert werden, sind die Werkzeuge so gearbeitet, dass die Glasklötze auf der Oberseite Rillen bekommen, damit die Fensterscheibe einen sicheren Halt hat und auf der unteren Seite des Verglasungsklotzes befinden sich Stege mit Hohlräumen. Die Stege und Hohlräume sorgen dafür, dass sich das Gewicht des Glases gleichmäßig verteilt und außerdem sind sie dazu geeignet eventuell überschüssigen Kleber aufzunehmen.

Gibt es verschiedene Verglasungsklötze?

Wie bereits zuvor beschrieben, gibt es die Glasklötze in verschiedenen Materialstärken. Zur Sicherheit und für den schnellen Überblick hat jede Materialstärke eine andere Farbe. Das macht den Einbau einfacher, schneller und sicherer. Neben diesen Materialstärkenunterschieden gibt es aber auch unterschiedliche Verglasungsklötze, die eine unterschiedliche Funktion erfüllen sollen und technisch damit eine andere Aufgabe haben. Meist reichen Tragklötze und Distanzklötze, deren Aufgaben bereits durch die Bezeichnung klar werden. Einmal geht es darum das schwere Fensterglas zu tragen. Je nach Fenstergröße und Beschaffenheit werden davon jeweils mindestens zwei oder mehrere Fenster-Tragklötze je Fenster benötigt. Bei den Distanzklötzen wird – je nach Fenstergröße – auch eine unterschiedliche Anzahl pro Fenster benötigt. Die Glas-Distanzklötze sorgen dafür, dass zwischen Glas und Rahmen die notwendige Distanz gehalten wird und gleichzeitig wird die Fensterscheibe mit diesen Verglasungsklötzen fixiert. Außer diesen beiden Standard-Verglasungsklötzen kennt man eine sogenannte Klotzbrücke, die bei Flügelrahmen ohne Nut im Falzgrund Verwendung findet und den Schließstellenklotz, der gegen mechanischen Druck eingesetzt wird. Ein weiteres Hilfsmittel bei der Fensterverglasung ist die Glasfalzeinlage. Diese Einlage wird immer dann eingesetzt, wenn das Fensterprofil uneben ist und für einen Verglasungsklotz keine ausreichende Stabilität bietet.


0 Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.